Was ist Osteopathie?

"Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die zur Diagnose und Therapie die Hände einsetzt. Die wichtigsten Grundlagen sind das Funktionieren des menschlichen Körpers als Einheit, seine Fähigkeit zur Selbstregulation und Selbstheilung, sowie das Wechselspiel von Struktur & Funktion. Die osteopathische Behandlung hat das Ziel, Einschränkungen der Beweglichkeit von Strukturen und Geweben zu korrigieren und dadurch das körperliche und seelische Wohlbefinden wieder herzustellen. Die Osteopathie umfasst die Arbeit an allen Körperstrukturen: Knöchernes Skelett, Muskeln, Faszien, Innere Organe, Cranium etc.

Voraussetzung dafür ist ein exaktes Grundlagenwissen in Anatomie, Physiologie und Pathologie, ebenso wie eine umfassende, jahrelange Schulung der palpatorischen Fähigkeiten."    

(Quelle: www.wso.at)

 

Osteopathie verbindet folgende drei Teilbereiche, die in einer osteopathischen Behandlung - je nach Art der Beschwerden und individuellem Heilungsverlauf - kombiniert werden können:

 

Strukturelle Osteopathie

Behandlung von Funktionsstörungen oder Schmerzen am Bewegungsapparat und allen dazugehörenden Strukturen wie Knochen, Gelenken, Muskulatur, Faszien, Sehnen und Bändern.

 

Viszerale Osteopathie

Behandlung der Beweglichkeit der inneren Organe und deren Fixationen sowie des angrenzenden Gewebes. 

 

Craniosacrale Osteopathie

Behandlung der funktionellen Einheit von Schädel (= Cranium) und Becken (Kreuzbein = Sacrum) sowie deren verbindenden Strukturen.

 

 

Wie wird man OsteopathIn?

Das Osteopathiestudium erfolgt in Österreich berufsbegleitend und erfordert den Grundberuf Arzt/Ärztin, Zahnarzt/Zahnärztin oder PhysiotherapeutIn. Die Ausbildungsdauer an der WSO beträgt 6,5 Jahre und schließt in Kooperation mit der Donau-Universität Krems mit dem akademischen Titel Master of Science (MSc) ab. Weitere Informationen sind auch auf der Homepage der Wiener Schule für Osteopathie zu finden.

 

 

Meine osteopathischen Anwendungsgebiete

Meine osteopathischen Behandlungen richten sich an Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters.

Indikationen für eine osteopathische Behandlung können aus folgenden Fachbereichen der Medizin stammen:

 

  • Orthopädie

 

Chronische bzw. akute Schmerzzustände des Bewegungsapparates

z.B. Cervicalsyndrom, Bandscheibenprolaps oder -protrusion, Ischialgien

 

Folgebeschwerden nach Unfällen

z.B. Schleuder-, Sturz- oder Stauchungstrauma

 

"Haltungsschwächen" wie Becken- oder Schulterschiefstand

 

Unklare Schmerzen oder Symptome des Bewegungsapparates

 

  • Chirurgie

 

Folgebeschwerden nach diversen Operationen

z.B. nach Dammschnitt, Kaiserschnitt oder anderen Bauchoperationen

 

Narbenbehandlungen

 

  • HNO-Bereich / Zahnheilkunde

 

z.B. Tinnitus, chronische Nebenhöhlenentzündungen, Schwindel, Spannungskopfschmerz, Migräne

 

Kiefergelenksbeschwerden, Kiefersperre, Begleitung bei Zahnregulierungen, Behandlungen nach Zahn- oder Kiefergelenksoperationen

 

Abgeklärte Schluckbeschwerden

 

  • Frauenheilkunde / Urologie

 

Begleitung während der Schwangerschaft und nach der Geburt

 

Behandlung nach schweren Entbindungen / Kaiserschnittentbindungen

 

Menstruationsbeschwerden, Inkontinenz, chronische Cystitis (Blasenentzündung)

 

  • Kinderheilkunde

 

Schädel- und Lageasymmetrie, Schiefhals (Torticollis)

 

Stillprobleme

 

"Schreibabys"

 

"Dreimonatskoliken", Verdauungsprobleme

 

Rezidivierende Infekte (nach kinderärztlicher Abklärung)

 

Angeborene oder erworbene Schwächen in der kindlichen Entwicklung

 

  • Innere Medizin

 

Verdauungsbeschwerden wie z.B. Darmträgheit oder Sodbrennen

 

Beschwerden im Bereich der Atemwege wie chronische Bronchitis, Asthma bronchiale oder Atembeschwerden nach Pneumonie

 

Atembeschwerden nach Operationen

 

Druck- oder Engegefühl im Brustkorb (nach internistischer Abklärung)

 

  • Psychosomatik

 

Unruhe- und Erschöpfungszustände, Burn-out

 

Schlafprobleme

 

Funktionelle Herzbeschwerden (nach internistischer Abklärung)

 

 

Grenzen der Osteopathie

Osteopathie ist keine Notfallmedizin - im Sinne der Patientensicherheit möchte ich daher darauf hinweisen, dass schwere und akute Erkrankungen zuerst schulmedizinisch begutachtet werden müssen. Akute Infektionen, Entzündungen, Unfallfolgen oder psychische Krisen erfordern ärztliche Abklärung. Begleitende osteopathische Behandlungen sind danach selbstverständlich je nach Indikation möglich.